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Oskar-Morgenstern-Medaille für Sir Christopher A. Pissarides

03.10.2019

Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass die vierte Oskar-Morgenstern-Medaille für herausragende Leistungen in den Wirtschaftswissenschaften an Sir Christopher A. Pissarides verliehen wurde. 

Der Preisträger ist Regius-Professor an der London School of Economics (LSE) für Volkswirtschaftslehre und Professor für Europäische Studien an der University of Cyprus. Seine Forschung widmet der zypriotisch-britische Wissenschafter vor allem dem Arbeitsmarkt und dessen Wechselwirkungen mit Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaftswachstum und Strukturwandel. Sein Buch „Equilibrium Unemployment Theory“ ist ein Standardwerk zu wirtschaftlichen Aspekten von Arbeitslosigkeit. 

Im Jahr 2010 wurde Pissarides, gemeinsam mit Peter A. Diamond und Dale T. Mortensen, mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. Sie erhielten die Auszeichnung für die Entwicklung einer Theorie der Arbeitslosigkeit, die die Arbeitslosenrate und ihre Veränderungen durch den Konjunkturzyklus erklärt und die Auswirkung arbeitspolitischer Maßnahmen miteinbezieht. Anlässlich des 60. Thronjubiläums von Königin Elizabeth II wurde Pissarides 2013 eine Regius-Professur gewidmet. Diese hohe Auszeichnung für Wissenschafter hatte es seit Queen Victoria im 19. Jahrhundert nicht mehr gegeben. International ist Pissarides ein gefragter Speaker, unter anderem war er beim Treffen der Euro-Gruppe im Jahr 2018 zu Gast und sprach über die Herausforderungen für den Arbeitsmarkt durch Automatisierung.

Die Preisverleihung fand am 3. Oktober im Zuge der Aktionswoche statt. Nach der Eröffnung durch Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Jean-Robert Tyran, sprach Mag. Dr. Iris Rauskala, Bundesministerin für Bildung, Forschung und Wissenschaft, einleitende Grußworte. Anschließend hielt Dekan Nikolaus Hautsch die Laudatio auf Sir Christopher A. Pissarides. Der Preisträger sprach in seinem darauffolgenden Vortrag über die Herausforderungen von Digitalisierung und Automatisierung für den Arbeitsmarkt. 

Über die Oskar-Morgenstern-Medaille

Der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ist es ein Anliegen, Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben und das Ansehen internationaler Spitzenforschung zu fördern: Die Oskar-Morgenstern-Medaille, benannt nach Oskar Morgenstern, Mitbegründer der Spieltheorie und bis 1938 Professor an der Universität Wien, wurde 2013 zur Ehrung des großen österreichischen Wirtschaftswissenschafters und zur Feier des 250-jährigen Bestehens der Fakultät ins Leben gerufen. Die bisherigen Preisträger sind Ernst Fehr (2017), Robert F. Engle (2015) und Roger B. Myerson (2013). Die Medaille ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre von der Fakultät verliehen.

Bilder der Preisverleihung sowie alle Informationen zur Oskar-Morgenstern-Medaille

Mehr Informationen über Sir Christopher A. Pissarides

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© Fotografiefetz v.l.n.r. Bundesministerin Mag. Dr. Iris Rauskala, Sir Christopher A. Pissarides, Dekan Nikolaus Hautsch
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